WAS wir ändern müssen

Die bisherige Praxis der Eierproduktion stellt uns alle vor ein ethisches Problem: Millionen Hähne werden nutzlos getötet. Das müssen wir ändern!
Die Fakten: Zehn Milliarden Eier landen jährlich in den Einkaufskörben der deutschen Verbraucher. Gelegt werden diese von 34 Millionen Legehennen, die 2011 in Deutschland gehalten wurden. Knapp 7% davon, also 2,4 Millionen auf ökologisch wirtschaftenden Höfen.
Doch die Legehennenhaltung birgt ungelöste Probleme: In der heutigen Legehennenhaltung werden Hochleistungshennen verwendet, die auf eine extrem hohe Legeleistung gezüchtet sind. Die Brudertiere dieser Züchtungen finden dabei keine Verwendung, da sie als Masttiere den heutigen Masthähnchen unterlegen sind. Sie werden deshalb kurz nach dem Schlüpfen aussortiert und getötet.
Die Zahl der jährlich getöteten Eintagsküken entspricht in etwa der Anzahl an Legehennen: 34 Millionen Legehennen-Brüder.
Für die Bio-Branche mit einem wachsenden Eiermarkt ist dieses Thema wichtig und ethisch vertretbare Lösungen sind ein zentrales Anliegen.

Die Initiative ergreifen

Die einseitige Zucht in der intensiven konventionellen Geflügelwirtschaft stellt die wachsende Bio-Branche vor die Aufgabe, Alternativen und ethisch vertretbare Lösungen zu entwickeln. Daran wird im ökologischen Landbau von engagierten Betrieben, Vermarktern und Verbänden auf verschiedenen Ebenen gearbeitet. Zum Beispiel an der Zucht von Zweinutzungsrassen, der Verlängerung der Nutzungsdauer oder der Mast von männlichen Küken. Die Bruderhahn Initiative Deutschland greift dieses drängende Thema der Brudertiere auf und hat eine Alternative im Umgang mit den Brudertieren entwickelt.
Dazu wurde folgender Werbe-Slogan entwickelt:
Rette meinen Bruder
Schluss mit dem nutzlosen Töten

So ändern wir etwas

Die Bruderhahn Initiative Deutschland hat sich zum Ziel gesetzt, die unethische Praxis der nutzlosen Tötung der Bruderhahn-Küken zu beenden. Es werden alle Brudertiere aufgezogen, deren Schwestern für die Projektteilnehmer Eier legen. Auch wenn dies ökonomisch nicht sinnvoll ist. Das Problem des ökonomischen Nachteils, der durch die Aufzucht der Bruderhähne entsteht, wird durch die Bruderhahn Initiative Deutschland ebenso genial wie einfach gelöst: Für jedes Ei wird im Laden ein Zuschlag von 4 Cent veranschlagt. Diese 4 Cent werden zu 100% für die Aufzucht der Brudertiere und die Vermarktung verwendet. Mit diesem Transfer rettet die Henne das Leben des Hahns. Unser Siegel belegt in Zukunft die Herkunft gemäß BID-Richlinien.

Bisher wurden alle männlichen Küken in der Legehennenzüchtung sofort getötet. Das darf so nicht bleiben. Und das ändern wir: Unser Ei kostet 4 Cent mehr und rettet einer Henne den kleinen Bruder. Schluss mit dem nutzlosen Töten: 4 Cent für die Ethik.

Gemeinsame Ziele

Initiative übernehmen:
Sofort handeln

Ziel der Initiative ist es, sofort etwas zu verändern. Die BID beschränkt sich nicht darauf, die Problematik an sich publik zu machen. Vielmehr wird sofort gehandelt. Gemeinsam haben alle Partner dafür gesorgt, dass mit Start der Initiative schnell Veränderungen umgesetzt werden um das drängende ethische Problem zu lösen.
>> WIR ergreifen die Initiative

Bruderhahn und mehr:
Höchste Bioqualität

Bei der Aufzucht der Brudertiere hat die BID sich Richtlinien gesetzt, die sich an den bestehenden von Bioland und Demeter orientieren. Aufzucht, Futter und Lebensbedingungen entsprechen den höchsten Ansprüchen an artgerechte Tierhaltung. Mit dem absoluten Verzicht auf den Einsatz von Antibiotika geht die BID noch darüber hinaus.
>> DAS garantieren wir

Sicherheit:
Ein verbindliches Siegel

Mit dem neuen Siegel der BID werden alle Produkte (Eier und Fleisch) gekennzeichnet, die gemäß den BID-Richtlinien produziert werden. Die Zertifizierung und Überwachung erfolgt von unabhängigen Instituten.
>> Fragen und Antworten Wer kontrolliert das BID Siegel?

Auf lange Sicht

Die BID strebt als langfristiges Ziel die Züchtung von Geflügelrassen an, die sich wirtschaftlich für die Eierproduktion und die Mast eignen. Laufende Züchtungsversuche haben bisher noch zu keiner geeigneten Rasse geführt. Vorhandene Zweinutzungshuhnrassen, wie z.B. die Sulmtaler würden in der Haltung zu einem wesentlich höheren Eierpreis führen (die legen einfach viel weniger Eier als die Hybridlinien), der am Markt zurzeit nicht akzeptiert würde. Wenn wir als Gesellschaft die intensive Tierhaltung, egal ob in Bio oder konventionell, nicht mehr wollen, dann führt das zu der Konsequenz, dass jeder von uns sein Ernährungsverhalten überprüft und eine Bereitschaft entwickelt, zukünftig höhere Preise zu zahlen.



           
 

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4 Cent für die Ethik
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