WAS wir ändern müssen

Die bisherige Praxis der Eierproduktion stellt uns alle vor ein ethisches Problem: Millionen Hähne werden nutzlos getötet. Das müssen wir ändern!
Die Fakten: 10,6 Milliarden Eier landen jährlich in den Einkaufskörben der deutschen Verbraucher. Gelegt werden diese von 36,6 Millionen Legehennen, davon 2,9 Millionen ökologisch, das entspricht knapp 8%*.
Doch die Legehennenhaltung birgt ungelöste Probleme: In der heutigen Legehennenhaltung werden Hochleistungshennen verwendet, die auf eine extrem hohe Legeleistung gezüchtet sind. Die Brudertiere dieser Züchtungen finden dabei keine Verwendung, da sie als Masttiere den heutigen Masthähnchen unterlegen sind. Sie werden deshalb kurz nach dem Schlüpfen aussortiert und getötet.
Die Zahl der jährlich getöteten Eintagsküken  entspricht in etwa der Anzahl an Legehennen:
34 Millionen Legehennen-Brüder.
Für die Bio-Branche ist dieses Thema wichtig und ethisch vertretbare Lösungen sind ein zentrales Anliegen.

(* Quelle: Statistisches Bundesamt, Erhebung vom 01.12.12)

Die Initiative ergreifen

Die einseitige Zucht in der intensiven konventionellen Geflügelwirtschaft stellt die wachsende Bio-Branche vor die Aufgabe, Alternativen und ethisch vertretbare Lösungen zu entwickeln. Daran wird im ökologischen Landbau von engagierten Betrieben, Vermarktern und Verbänden auf verschiedenen Ebenen gearbeitet. Zum Beispiel an der Zucht von Zweinutzungsrassen, der Verlängerung der Nutzungsdauer oder der Mast von männlichen Küken. Die Bruderhahn Initiative Deutschland greift dieses drängende Thema der Brudertiere auf und hat eine Alternative im Umgang mit den Brudertieren entwickelt.
Dazu wurde folgender Werbe-Slogan entwickelt:
Rette meinen Bruder
Schluss mit dem nutzlosen Töten

So ändern wir etwas

Die Bruderhahn Initiative Deutschland hat sich zum Ziel gesetzt, die unethische Praxis der nutzlosen Tötung der Bruderhahn-Küken zu beenden. Es werden alle Brudertiere aufgezogen, deren Schwestern für die Projektteilnehmer Eier legen. Der Schlüssel liegt hier bei einem Hahn pro 250 gelegte Eier, da eine Henne in ihrer Legeperiode ca. 250 Eier legt. Sein Fleisch wird dann zu marktüblichen Preisen angeboten. Das Problem des ökonomischen Nachteils, der durch die Aufzucht der Bruderhähne entsteht, wird durch die Bruderhahn Initiative Deutschland ebenso genial wie einfach gelöst: Für jedes Ei wird im Laden ein Zuschlag von 4 Cent veranschlagt. Diese 4 Cent werden für die Aufzucht der Brudertiere und deren Vermarktung verwendet. Unser Siegel belegt die Einhaltung der BID-Richtlinien.

Bisher wurden alle männlichen Küken in der Legehennenzüchtung sofort getötet. Das darf so nicht bleiben. Und das ändern wir: Unser Ei kostet 4 Cent mehr und rettet einer Henne den kleinen Bruder. Schluss mit dem nutzlosen Töten: 4 Cent für die Ethik.

Gemeinsame Ziele

Initiative übernehmen:
Sofort handeln

Ziel der Initiative ist es, sofort etwas zu verändern. Die BID beschränkt sich nicht darauf, die Problematik an sich publik zu machen. Vielmehr wird sofort gehandelt. Gemeinsam haben alle Partner dafür gesorgt, dass mit Start der Initiative schnell Veränderungen umgesetzt werden um das drängende ethische Problem zu lösen.
>> WIR ergreifen die Initiative

Bruderhahn und mehr:
Höchste Bioqualität

Bei der Aufzucht der Brudertiere hat die BID sich Richtlinien gesetzt, die sich an den bestehenden von Bioland und Demeter orientieren. Aufzucht, Futter und Lebensbedingungen entsprechen den höchsten Ansprüchen an artgerechte Tierhaltung. Die unter dem BID-Siegel vermarkteten Fleischprodukte sind frei von Antibiotika.
>> DAS garantieren wir

Sicherheit:
Ein verbindliches Siegel

Mit dem neuen Siegel der BID werden alle Produkte (Eier und Fleisch) gekennzeichnet, die gemäß den BID-Richtlinien produziert werden. Die Prüfung und Zertifizierung erfolgt von unabhängigen Kontrollstellen. Unser Zertifizierungsprozess wird von der Gesellschaft für Ressourcenschutz (GFRS, DE-ÖKO-039; www.gfrs.de) koordiniert.
>> Fragen und Antworten Wer kontrolliert das BID Siegel?

Auf lange Sicht

Auf lange Sicht Im Fokus der Initiative steht eine sich selbsttragende gewerbliche Geflügelwirtschaft mit artgerechter Tierhaltung und rößtmöglichem Tierwohl. Zur Verwirklichung dieses Zieles will der Verein Mittel für die Züchtung einer Geflügelrasse organisieren. Das Züchtungsziel ist eine Ausgewogenheit von Legeleistung und Fleischansatz mit einer guten Futterverwertung im Einklang zu den ökologischen Haltungsbedingungen. Laufende Züchtungsversuche haben bisher noch zu keiner geeigneten Rasse gef&uumhrt. Vorhandene Zweinutzungshuhnrassen, wie z.B. die Sulmtaler, würden in der Haltung zu einem wesentlich höheren Eierpreis führen. Wenn wir als Gesellschaft die intensive Tierhaltung, egal ob in Bio oder konventionell, nicht mehr wollen, dann führt das zu der Konsequenz, dass jeder von uns sein Ernährungsverhalten überprüft und gegebenenfalls eine Bereitschaft entwickelt zukünftig höhere Preise zu zahlen. I



           
 

WAS wir ändern müssen
Rette meinen Bruder
Die Initiative ergreifen
So ändern wir etwas
4 Cent für die Ethik
Gemeinsame Ziele

WIR ergreifen
die Initiative

Initiatoren
Partner
Erzeugernachweis
Förderer

DAS garantieren wir
Bruderhahn-Aufzucht
Premiumhaltung
Bio Zertifizierung
Antibiotika-Verzicht
100% Bio-Futter
Fragen & Antworten

JETZT handeln
Der Verbraucher
Der Naturkostladen
Der Großhandel
Die Erzeuger
Die Verarbeiter
Gemeinsam handeln