Bruderhahn FAQ 2017-04-19T14:55:32+00:00

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Fragen & Antworten

 

Ziel des Projektes ist es, eine zeitnahe und wirtschaftliche Lösung zu entwickeln, das nutzlose Töten der Bruderhähne kurzfristig
zu beenden und langfristig einen Weg zu finden, der züchterisch eine Alternative darstellt, die ökonomisch sinnvoll ist.

Die Vergabe des BID Siegels wird von einer unabhängigen Kontrollstelle koordiniert.

Folgende Punkte werden kontrolliert:

• Bruderhahn-Aufzucht

• Antibiotika-Freiheit

• 100% Bio-Futter von Anfang an

• Premiumhaltung

• Biozertifiziert

Biogeflügel ist im Vergleich zu konventionellem Geflügel deutlich teurer. Durch die längere Mastdauer der Bruderhähne von ca. 22 Wochen würde sich der Preis für deren Fleisch noch weiter verteuern. Entsprechend der Erfahrung der Beteiligten kann dieser zusätzliche Mehrwert am Markt nicht realisiert werden. Daher werden diese Mehrkosten durch die 4 Cent pro Ei für die Ethik querfinanziert. Bei einer Legeleistung von 250 Eiern pro Huhn und Jahr wird somit je 250 verkaufter Eier der Projektteilnehmer ein Brudertier aufgezogen.

Nach Bioland und Demeter-Richtlinien sind maximal 3000 Hennen pro Stalleinheit erlaubt.

Hier finden Sie eine Liste mit Händlern, die BID Produkte vertreiben. Stand Februar 2015.

Da wir uns mit unserer Initiative im Aufbau befinden, sind unsere Produkte leider noch nicht deutschlandweit zu bekommen. Wir arbeiten daran, neue Erzeuger und Händler dazu zu gewinnen. Leider hat die „BID-Landkarte“ noch viele wei§e Flecken. Falls Sie also kein Geschäft in Ihrer Nähe finden, können Sie uns unterstützen, indem Sie Ihren Bioladen oder Bio-Hof auf unsere Initiative aufmerksam machen und betonen, dass Sie gerne BID – Produkte kaufen möchten. Wenn unter den Verbrauchern die Bereitschaft zu erkennen ist, die Bruderhahn-Produkte zu erwerben, werden sich Erzeuger und Ladner und somit auch die Gro§händler, bemühen, die Produkte in ihr Sortiment zu nehmen. Die Bruderhähne können Sie auch online beim Bauckhof Klein Süstedt bestellen.

Es gibt viele Menschen, die Eier essen. Wir setzen uns aus der Sicht der gewerblichen Landwirtschaft mit der Problematik auseinander, was mit den Brüdern der eierlegenden Hennen passiert. In diesem System ist unser Ziel eine sich selbst tragende Geflügelwirtschaft mit artgerechter Tierhaltung und größtmöglichem Tierwohl. Es entspricht unserer Auffassung von Ethik, die Hähne nicht nutzlos zu töten, sondern ihrer Bestimmung als Nutztiere zukommen zu lassen.

Die Hähne werden in einer Premiumhaltung in bäuerlicher Landwirtschaft 18-22 Wochen lang gemäß BID-Richtlinien gemästet und dann geschlachtet. Das Fleisch geht zum Teil in die Verarbeitung und zum Teil in den Fach-Handel – die Tiere werden also nicht nutzlos getötet sondern dienen der menschlichen Ernährung.

Abgesehen davon, dass es 100% ohne Antibiotika versetzt ist, hat das Fleisch eine besondere Qualität. Durch die längere Mastdauer von ca. 154 Tagen, bildet sich ein festeres und muskulöseres Fleisch. Die Tiere leben unter dem BID Siegel in einer Premiumhaltung. Das bedeutet, dass es mehr Platz und weniger Tiere gibt. Die Tiere erhalten besonderes Futter, welches ebenfalls 100% Bio ist.

Im Fokus der Initiative steht eine sich selbsttragende gewerbliche Geflügelwirtschaft mit artgerechter Tierhaltung und größtmöglichem Tierwohl. Zur Verwirklichung dieses Zieles will der Verein Mittel für die Züchtung einer Geflügelrasse organisieren. Das Züchtungsziel ist eine Ausgewogenheit von Legeleistung und Fleischansatz in einem guten Verhältnis zum Futtereinsatz im Einklang mit den ökologischen Haltungsbedingungen. Alte reproduzierbare Rassen gibt es in diesem Sinne nicht, meist waren diese sogenannten Kreuzungen, die in der nicht gewerblichen Landwirtschaft entstanden sind, Zufallsprodukte. Deren Wirtschaftlichkeit war für den nächsten Reproduktionszyklus schon nicht mehr gewährleistet. Das ist bei der Haltung von einer geringen Anzahl an Tieren durchaus vertretbar, für den Landwirt, der sein Einkommen aus der Landwirtschaft bezieht und seine Produkte über den Handel vermarktet, allerdings kaum umsetzbar.

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